Präriehunde

Schwarzschwanzpräriehunde sind kräftig gebaute Erdhörnchen mit einer mittleren Kopf-Rumpflänge von 373 mm.

Der Schwanz wird etwa 64-87 mm lang. Männchen erreichen ein mittleres Gewicht von 905 g, Weibchen von 819 g. Die Ohren sind wenig behaart und sehr klein. Schädel und Gebiss sind ähnlich wie bei den Murmeltieren. Der Daumen ist voll ausgebildet und mit einer langen Kralle versehen. Von den übrigen nordamerikanischen Erdhörnchen unterscheiden sich die Präriehunde dadurch, dass die Backentaschen verkümmert sind. Das Fell ist kurz und einfarbig zimtfarben bis graubraun, im Gesicht und auf der Unterseite etwas heller. Der Schwanz hat eine schwarze Spitze

 

 

 

 

 

Der Schwarzschwanz-Präriehund besiedelt in zum Teil riesigen Kolonien alle Graslandtypen Nordamerikas, gerne überweidete Gebiete oder solche mit spärlichem Graswuchs. Der Boden sollte nach Möglichkeit fein, aber fest sein. Die Präriehunde erhielten ihren Namen von den weißen Siedlern Nordamerikas, weil sie – im Gegensatz zum Murmeltier – nicht pfeifen, sondern bellen. Präriehunde sind tagaktive Tiere. Nachts schlafen sie in ihren selbst gebauten Erdhöhlen. Die Eingänge zum unterirdischen Tunnelsystem werden meist auf einem schon vorhandenen Hügel angelegt, damit die Tiere Ausschau nach Feinden halten können. Die Baue sind weit verzweigt. Von einer vier Meter langen, senkrecht in die Tiefe führenden Fallröhre gehen lange, horizontale Gänge ab, die zu Wohnkesseln und Latrinen führen. Durch abzweigende Seitengänge wird ein ausgedehntes Röhrensystem gebildet. Mit dem Aushubmaterial wird ein Wall um jedes Einschlupfloch gebaut, der gegen eine Überflutung des Röhrensystems schützen soll und als Beobachtungsposten dient.

 

Eine Kolonie besteht aus Familiensippen, bestehend aus einem geschlechtsreifen Männchen, einem bis sechs Weibchen und deren Nachwuchs. Jede Sippe besitzt ihr eigenes Territorium, welches sie auch gegen Präriehunde anderer Sippen verteidigen. So kann man öfters Verfolgungsjagden beobachten. Präriehunde, die derselben Sippe angehören, begrüßen sich mit einem „Kuss“. Das bedeutet, dass sie sich wieder erkannt haben und friedlich miteinander umgehen .

Zu den natürlichen Feinden der Präriehunde zählen Schwarzfußiltisse, Greifvögel, Eulen und Klapperschlangen. Stets halten einige Tier Wache, während die übrigen fressen oder spielen. Falls sich ein Feind nähern sollte, warnen die Wächter die anderen mit ihrem kläffenden Warnruf. Es wird allerdings auch berichtet, dass Klapperschlangen, Kanincheneulen und Präriehunde gemeinsam einen Bau bewohnen .

Präriehunde halten einen Winterschlaf. Dieser kann im Süden des Verbreitungsgebiets sehr kurz und schon im Februar beendet sein. Männchen erwachen etwa zwei Wochen früher als Weibchen .

Während der Fortpflanzungszeit verteidigen die Weibchen individuelle Territorien. Nach einer Tragzeit von 34-35 Tagen gebären sie im Bau einen Wurf nackter und blinder Jungtiere. Nach 6 Wochen erscheinen 1-6 Junge an der Oberfläche. Die Tier können Geschlechtsreife schon mit einem Jahr erreichen, pflanzen sich aber meist erst mit zwei Jahren fort.